|
|
 |
|
 |
| |
Die HoseDIE HOSE
Lustspiel von Carl Sternheim
Premiere am 3. März 2012 | Saal
Es spielen:
Michaela Bachhuber, Birgit Franz, Günter Heumann, Joseph Maisel, Klaus Meile, Andreas Teodoro
Regie: Norbert Mahler, Bühne: Barbara Mahler, Kostüme: Heike Betz, Licht: Ronald Kropf
Skandal im Jahre 1900. Luise, die verträumte Frau des biederen Beamten Theobald Maske, hat ihre „Unaussprechliche“ verloren – ihre Unterhose, als sie mit ihrem Mann einer königlichen Parade beiwohnte. Der Ehemann, zunächst empört über den faux pas seiner Frau – allerdings mehr aus Angst, Ansehen und seine Stellung zu verlieren, als aus moralischen Gründen – wittert allerdings recht schnell ein lukratives Geschäft. Zwei Augenzeugen, dem Schriftsteller Scarron (einem glühenden Nietzsche-Verehrer) und dem lungenkranken Friseurgehilfen Mandelstam, vermietet er kurzerhand ein Zimmer. Die beiden hoffen auf ein Abenteuer mit Luise, doch beide versagen kläglich: Mandelstam rezitiert vergebens Richard Wagner, um Luise zu erweichen, die sich zumindest von Scarron gerne umschwärmen lässt, den jedoch im entscheidenden Moment der Mut verlässt. Während Theobald seine Frau zum Kirchgang schickt, erlaubt er sich einen Seitensprung mit der Nachbarin, dem kupplerischen Fräulein Deuter, um am Ende heroisch und mit neu gestärkter Manneskraft zu verkünden: „Jetzt kann ich es, dir ein Kind zu machen, verantworten.“
Mit den Mietern verhöhnt der Autor Carl Sternheim (1878 - 1942) die romantischen Ideale; beim Beamten Maske konstatiert er Geldgier, Selbstgefälligkeit, Berechnung und Brutalität. Die Uraufführung dieses Theaterstücks am 15. Februar 1911 löste einen Skandal aus. Die rüde Direktheit und der ätzende Spott gegen den deutschen Spießbürger führten zu einem zeitweiligen Verbot des Stückes.
„Man wird DIE HOSE in hundert Jahren die spirituellste Komödie unserer Zeit nennen.“ (Franz Blei 1910 in der SCHAUBÜHNE)
Spieldauer ca. 2 Stunden. Eine Pause.
 |
|
|
 |
= Tickets vorhanden |
 |
= Tickets nicht vorhanden |
|
|
|
 |
|
|
|